Nachdem die Tracklist ja mal wieder durchgesickert ist, ziehen wir die zweite Runde der “Track Attack” ein bisschen vor. Kein Problem… Here you go:
Der W zwo drei
Ed: Auf der Platte das Intro. Da könnte man jetzt sagen „onkelzmäßig wieder mal mit der Tür ins Haus gefallen“, aber letztendlich ist es das, was es ist, der perfekte Opener. Da zeigt sich dann auch wieder, wer bei den Onkelz die ganzen Songs geschrieben und komponiert hat. Der Song füllt die Lücke, die nach dem Lausitz Spektakel in den Seelen der Fans entstand. Der rettende Strohhalm.
Stephan: Manche werden gähnen und sagen, „wie berechenbar“ oder „muss das sein, im Stil der Onkelz mit einem solch pathetischen Text zu beginnen?“ Ja, verdammt! Wollte es erst tunlichst vermeiden, aber kein anderer Song bot sich so als Opener an. All meine Versuche anders zu kombinieren wirkten irgendwie verkrampft. Gestatten, der W und das ist mein Style. Von jetzt an solo, aber nicht allein.
Geschichtenhasser
Ed: Hat schon als Hörprobe ganz gut eingeschlagen. Kommt, wie bereits ausgeplaudert, auch als Video. Da freut man sich auf das Single Artwork und die Stilistik, die hier vom Künstler Peer Koch entworfen und vom renommierten Clip Regisseur Zoran Bihac umgesetzt wurde. Der Geschichtenhasser im Bild kommt düster, aber nicht ohne Humor. Stephan als Sänger zu sehen, ist ungewohnt. Irgendwie vertraut, trotzdem neu.
Stephan: Ich sammle Worte und füge sie am Ende zu meiner Wahrheit zusammen. Dazu spaziere ich durch meinen Verstand und entrümple den Speicher meiner Erinnerung. Um alles besser zu verstehen und zu verarbeiten, muss ich es aufschreiben. Glück schreibt mit weißer Tinte, sagt man und ich mag irgendwie keine fröhlichen Texte. Ich mag die Poesie des Schmerzes. Glück muss ich nicht verarbeiten, das kann ich im Augenblick genießen und fertig. Mit einer rostigen Kette im Hirn aber, schreibt man keine Gute Nacht Geschichten. Die Hoffnung so vieler, die auf ein problemloses Leben, stirbt zwar zuletzt, aber meistens müssen sie lange warten. Ich habe mich mit Märchen immer schwer getan, und in den Geschichten die Menschen mir erzählten, zeichneten Sie ein Bild von sich, so wie sie gerne wären, aber niemals sein werden. Trotzdem glaube ich an die Kraft der Worte. Es gibt Worte die, wenn sie an der richtigen Stelle stehen, die Sterne zum tanzen bringen können, die Trost spenden und Mut machen, die uns helfen das Jetzt zu ertragen, Worte die uns motivieren, das zu finden wovon wir noch nichts wissen. Nach denen suche ich…
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