Archive for März, 2009

31.3. - Magdeburg, AMO

31.03.2009

So, da sind sie also doch noch gekommen, die kleinen Katastrophen, die so eine Tour lebenswert machen. Kaum hatten wir im Produktionsbüro darüber gesprochen, dass alles eigentlich viel zu glatt läuft, kamen auch schon Minuten später wie schon beschrieben die Bullen eingeritten, um ein bisschen Verwirrung zu stiften. Was natürlich eher eine lustige Randbegebenheit war, aber immerhin schonmal als kleiner Fleck auf der ansonsten bislang blütenweißen Tourweste zu werten ist, wenn man es denn möchte. Viel ärgerlicher war allerdings, dass Skew Siskin krankheitsbedingt kurz nach ihrem Soundcheck ihren Gig canceln mussten und so kurzfristig natürlich kein Ersatz mehr aufzutreiben war. Bitter für die Band, bitter für die Fans und bitter für die W-Band, die - um die tapfer wartende Masse nicht zu lange auf dem trockenen sitzen zu lassen - kurzerhand schon um halb neun, anstatt wie sonst üblich um viertel nach auf die Bühne geschickt wurde. Das bedeutet schon einen Einschnitt in die Vorbereitung und die tägliche Routine, auch wenn man es nicht denken würde. Da geht es um Spannung aufbauen, Atmosphäre etc. Stichwort Atmosphäre: Auch wenn es traditionell vielen Fans am liebsten wäre, wenn sie direkt zum Hauptact kommen könnten, wurde gestern doch wieder Sinn und Zweck eines “Anheizers” deutlich. Denn der Eindruck war: Magdeburg hat sich etwas verhaltener präsentiert, als die beiden vorherigen Städte. Klar, immernoch herzerwärmend gut mit tollen Reaktionen auf Songs und Ansagen, aber ganz ohne Aufwärmen fällt es auch den Profi schwer, sich auf Betriebstemperatur zu bringen. Umso ärgerlicher, dass Skew Siskin auch heute leider nicht werden dabei sein können. Wir wünschen Nina - natürlich nicht nur deshalb - schnell gute Besserung und freuen uns, wenn sie morgen für ihre letzte Show in München wieder zum Tourtross stoßen kann. Ich denke, niemand ist so niedergeschlagen wegen der Situation wie die Sängerin und ihre Bandkollegen. Aber zurück zum “W”. Die Band kam heute nämlich mit leicht modifiziertem und verlängertem Intro auf die Bühne, auf das sich die restlichen Städte schonmal freuen können. Wie ich ja bereits erwähnt hatte, lebt die Show noch und es wird immer wieder hier und da ein bisschen gefeilt und modifiziert - wie auch bei der “Stelle zum Tanzen” in “Gewinnen kann jeder”. Wir sitzen hier gerade in Nürnberg unter Tage im Produktionsbüro und die beiden Gitarristen bereiten schon wieder eine mögliche Setlist-Änderung vor, die möglicherweise dann ab morgen zum Tragen kommen könnte. Mal schauen, lassen wir uns überraschen. Durch die fehlende 3/4 Stunde Extra-Mucke war die Show dann gefühlt noch schneller vorbei, als sonst. Stephan hat mal wieder eine Ansage verzockt, Rupert war auch eher unzufrieden mit seiner individuellen Leistung und trotzdem war es wieder ein sehr schöner Abend. Die Musiker wurden abgefeiert, die Songs sowieso und wenn schon nicht die Band an diesem Tag an der Perfektion kratzte, so hat es wenigstens die Crew getan, die nicht nur das Support-Setup auf- und dann ungenutzt wieder abbauen durfte, sondern auch wegen der ausgiebigen Autogrammstunde vor der Bühne ihren Abbau hinaus schieben musste und das - im Sinne der Fans - schon den zweiten Abend in Folge in Kauf nimmt. Erkenntnis von Magdeburg: Es gab bei “Traum und Paralyse” mehr Feuerzeuge als Photohandys in der Luft. Das ist mal eine schöne Entwicklung. Und wenn die ganze Halle laut oder leise den Text mitsingt, sind das die Gänsehautmomente, für die man das alles macht. Danke, Magdeburg. 16:30 Uhr: Cool, gerade war die Polizei da, weil sich Anwohner über das zu laut singende Häuflein Fan vor den Toren der Halle beschwert hatte. “Da sitzen schwarze Gestalten und singen und machen laufend Hitler-Grüße.” Hitlergruß vs. Pommesgabel… Ein Mysterium. Zur Klarstellung: Es waren tatsächlich Pommesgabeln, die hier gezeigt und dann fehlinterpretiert wurden. Freue mich auf nachher, more to come!

29.3. - Dresden, Alter Schlachthof

30.03.2009

Ja, ja… Ist spät, ich weiß. Ich bitte vielmals um Entschuldigung, aber es kamen ein paar Dinge dazwischen. Ho, ho… Also das Gehirn nochmal ölen und 24 Stunden zurück.Das Publikum war diesmal ein wenig anders aufgeteilt, als noch am Vorabend in Leipzig. Dynamo-Hools neben Krawallbrüder-Skins und viel, viel anderes Härtner-Volk. Wieder ein Härtetest der anderen Art. Und so viel sei vorweg genommen: Weidner: Zwei! Skeptiker: Null. Auch wenn gestern Abend nicht ein ganz so ekstatischer Ausnahmezustand wie in Leipzig herrschte, kann man hinter Dresden einen ganz ganz dicken Haken machen. Der Empfang und der Abgang waren beinahe genau so euphorisch und die Chöre zwischen den Songs haben nicht nur mir die Gedanken an die große Westfalenhalle herauf beschworen.Wir sind ja hier nun wirklich nicht für kritischen Journalismus bekannt, aber man muss konstatieren - großes Ehrenwort - die Kiste rollt einfach. Die Band wird von Gig zu Gig sicherer und souveräner, die Gesten werden mutiger und ausladender und die kleinen Dinge fangen an, ineinander zu greifen. Auch, wenn das beim Publikum eventuell nur eingeschränkt ankommt, aber für die Team-Situation ist es wichtig festzustellen, dass die Show nicht statisch ist. Denn Routine ist Tod! Aber genug der Binnen-Psychologie, zurück zur Show. Gegen eins waren diesmal die ersten Fans da und vom Parkplatz her trug der Schall wenig später die ersten Weidner-Songs zur Halle herrüber. Die Schlange am Einlass wuchs - und blieb vor allem eine Schlange. Kein Gedrängel, keine Hektik.Von Skew Siskin konnte ich leider nichts sehen, da es backstage allerlei Kleinigkeiten zu erledigen gab. Ich habe nur gehört, dass Nina mit einigen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat, die Shows bisher aber trotzdem gewohnt energetisch durchgezogen hat. Und die Reaktionen sind bisher auch so schlecht nicht. Beim W dann wie erwartet (wirklich?) Ausnahmezustand von der ersten Minute an - offensichtlich gibt es tatsächlich einen Haufen Leute, die sich freuen, ihn wieder auf einer Bühne zu sehen. Und er hat dabei noch den meisten Spaß, das könnt ihr glauben. So weit ich mich erinnere, war die Show gestern beinahe frei von Pannen, jedenfalls gab es keine Kollisionen, kein ausgefallenes Playback oder verlorene Ringe. Ich bin es beinahe schon müde, die Höhepunkte der Darbietungen aufzuzählen, denn eigentlich gibt es keinen Song, der so richtig abfällt. Es muss eine Mischung aus Neugierde, Euphorie und tatsächlicher Freude sein, die Publikum und Band durch die Gigs tragen. Wenn Dresden der Standard ist, auf dem wir uns diese Tour einpendeln, wäre zumindest ich sehr zufrieden.Dresden hat übrigens den ersten geworfenen BH der Tour gesehen. Der Größe nach gehörte er zu einem 12-jährigen Mädchen, oder aber einem übergewichtigen Jungen. Aber die Geste ist es, die den Vorgang adelt. Ihr versteht, nur Spaß.Stephan hat nach der Show - und der inzwischen obligatorischen EisbOi!telrunde - noch eine 3/4 Stunde lang Autogramme geschrieben. Es kann sich also dann und wann lohnen, nicht gleich raus zu rennen. Aber das wird von Stadt zu Stadt verschieden sein - bitte keine Enttäuschung, wenn es mal nicht klappt.Ach ja, eine schnelle Erklärung noch: Wenn hier von “Playback” gesprochen wird, dann hat das nichts mit dem Gesang zu tun. Wie den meisten nicht entgangen sein wird, stehen während der Shows keine Streicher auf der Bühne - zu hören sind sie aber dennoch. Also: Das kommt vom Band, genauso wie die Effekte bei “Waffen & Neurosen”. Die Pumpgun hatte den Soundcheck immer so unnötig aufgebläht, dass sie doch weg gelassen wurde. ;-)

28.3. - Leipzig, Haus Auensee

29.03.2009

Hu, hu, hu… Was war das denn? Nach den ersten drei Tagen hatte ich den Eindruck, dass ich hier der einzige im ganzen Produktionsstab inklusive Band bin, der irgendwie nervös und angespannt war ob der Dinge, die uns erwarten würden. Klar, die Musiker sind alle Profis, die Crew sowieso - von Produktionsseite aus keinerlei Bedenken. Aber der X-Faktor war nunmal die Publikumsreaktion, wenn “der Onkel der etwas anderen Art” ohne alle anderen Onkel auf die Bühne kommt und was neues an den Start bringt. Zumindest mir war nicht klar, wie deutlich die Trennlinie zwischen W und Onkelz von den Fans gezogen werden kann. Der Gig in Hannover hatte ja schon gezeigt, dass man Stephan und seiner Solo-Karriere viel Respekt entgegen bringt, aber das war ja noch alles ein bisschen Übung, recht klein und durch das Label “Secret Show” auch irgendwie unrepräsentativ. Aber was dann gestern Abend in Leipzig los war, hat nicht nur letzte Zweifel am Gelingen der Tour beseitigt sondern - im Gegenteil - die meisten Erwartungen noch weit übertroffen. Schon weit vor dem Einlass haben sich die ersten Hundertschaften mit Weidner-Chören und Onkelz-Songs aufs Konzert eingestimmt und wie “in den alten Zeiten”, wurde der gegenüberliegende Campingplatz in Beschlag genommen. Okay, noch ist alles ein bisschen kleiner, aber was dann in der Halle passierte, kam schon verdammt nah ran an… Ach, ihr wisst schon. Ich poste ausnahmsweise mal ein zwar tontechnisch grauenhaftes aber atmosphärisch stimmiges Youtube-Video - ich hoffe, die Produzenten sehen es mir nach. Ein bisschen von der Atmosphäre kommt wohl rüber, oder nicht?Der W in LeipzigIch habe mir die Show den größten Teil von einem der Balkons über dem Innenraum angeschaut und erst da wurde das gesamte Ausmaß des Infernos sichtbar: Teilweise fünf Pogokessel gleichzeitig bei “Gewinnen kann jeder”, “Liebesbrief” und “Mein bester Feind”. Überhaupt: Entgegen leichter “Befürchtungen” (ausdrücklich in Anführungszeiten!) beim Öffnen der Türen, ist das Weidner-Publikum sehr bunt gemischt. Die Teenies in den ersten Reihen, die zum ersten Mal einen “Onkel” auf der Bühne sehen, weil sie damals noch zu jung waren, die Pogowütigen in den Reihen dahinter und ganz hinten das angejahrte “Altvolk” und die Kuttenträger, die das Konzert mit einem Bierchen in der Hand genießen. Eine sympathische Mischung, die beste Stimmung garantiert.Bemerkenswert und vor allem erfreulich ist die Tatsache, dass Leipzig sich zwar mit “Mexico” und dem Rest des gemeinsamen Liedguts aufgewärmt und auf Temperatur gebracht hat, während des Konzertes aber einzig und allein Der W im Mittelpunkt stand. Ein Umstand, dem Stephan später persönlich Rechnung getragen hat, indem er nach “Asche zu Asche” - das mit einer emotionalen, persönlichen Ansage eingeleitet wurde - eine “Onkelz”-Minute eingelegt hat. Gänsehaut und zufriedene Gesichter im gesamten Raum. Danke, Leipzig.Bei “Passt gut auf euch auf” bangt und schüttelt sich Stephan - befeuert durch das Feedback der Fans - dermaßen in Ekstase, dass man allein mit der zwischen Bühne und erster Reihe erzeugten Energie das Zentralstadion noch zwei Wochen ausleuchten könnte. Nach wieder knapp 1 3/4 Stunden und “Too drunk to fuck” ist das Konzert eigentlich schon viel zu früh wieder vorbei, denn es hätte für alle Beteiligten noch ewig so weiter gehen können. Aber irgendwann gehen halt auch die Songs aus. Der Anblick des Tages: Stephan sitzt mit einem Kilo Eis auf dem Knie und schockgefrosteter Achillesehne in der Kabine und fabuliert adrenalinberauscht davon, dass er sich nach diesem Konzert und den Reaktionen so jung fühlt, als wäre er in einen Jungbrunnen gefallen. Und als ob der Tag damit nicht schon erfolgreich genug gewesen wäre, gab es um Mitternacht noch ein Geburtstagskind zu ehren. Der Tourleiter persönlich feierte sein xx. Wiegenfest. Eine kurze, aber stimmungsvolle Crew-Versammlung an der Bühne, erwartungsgemäß keine Rede und Alkohol. Tourgeburtstage sind die schönsten. Stephan hat immerhin noch eine Playback-Rede für Thomas gehalten, in der er sich für Geschenke und Zuneigung bedankte. Ausklingen ließen wir den Tag im Bus der Crew mit zigtausend Anekdoten aus 1000 und einer Tour, die irgendwann mal erzählt und aufgeschrieben werden müssen. Aber nicht heute! Und auch wenn ich irgendwas total wichtiges vergessen habe zu berichten, mache ich hier mal Schluss, damit der Kram endlich hoch kommt. Ist ja schon spät genug.

27.3. - Hannover, Musikzentrum

28.03.2009

“Wo bleibt denn der Tagebucheintrag für Hannover? Sehnsüchtig drauf warte, damit ich noch einen Grund mehr habe mich in tiefste Trauer zu stürzen weil ich nicht da war!”Nun, ich würde sagen: Dann stürze mal. Denn die Erkenntnis des gestrigen Abends lautet: Jetzt muss man sich keine Gedanken mehr machen, dass das Ding funktioniert. Nach den beiden quasi Heimspielen mit allerhand angekarrtem Klatsch- und Freundesvolk in Karlsruhe und Aschaffenburg, war die Show in Hannover sowas wie die Feuerprobe. Zum ersten Mal gab es schon lange vor dem Konzert alkoholgeschwängerte “Onkelz”- und “Weidner”-Chöre, “Oh, wie ist das schön” und hochfrequentiger Merchandiseandrang. Das Musikzentrum war natürlich voll bis unters Dach und es herrschte - ja, man kann und muss es so sagen - Rock´n´Roll-Atmosphäre. Skew Siskin hatten bei ihrem Gig mit ein paar technischen Problemen zu kämpfen, waren aber zumindest stimmungstechnisch nicht unzufrieden. Und das ist ja irgendwie die Hauptsache. Und dann der W… Ich kann es nicht so ganz verstehen, aber Stephans Nervosität scheint sich vor den Gigs tatsächlich in Grenzen zu halten. Stattdessen ziehen die Jungs backstage ein bizarres Aufwärmprogramm von durchaus unterschiedlicher Intensität durch. Gitarrist Dirk übt Telemark-Landung als Stretchübung, JC taped sich die Handgelänke und beschreibt das Auf- und Absetzen seiner Brille als kompliziertesten Teil seiner Vorbereitung und Henning macht ein bisschen Handakrobatik im Sitzen. Stephan singt sich ein, streckt sich ein wenig und dann gibt es die obligatorischen Witzchen. Stephan, Dirk und Rupert performen den “W zwo drei”-Anfang a-capella und mit dicken Backen, die Youtube-Videos von Aschaffenburg werden kritisch und launig kommentiert und dann geht es hoch schon los. Stephan kam spät, deshalb ist nicht viel Zeit, nochmal die Spannung zu verlieren. Zielführende Vorbereitung ist das wohl… Drinnen im Saal, der mit einem stimmungsfördernden Balkon ausgestattet ist, ist es knackeeng und dementsprechend zügig springt der Funke von der ersten Sekunde an über. Schön, dass nicht nur Stephan, sondern auch. seine Musiker den verdienten Zuspruch des Publikums ernten können, sei es durch Gesten oder kurze Sprechchöre. Danke dafür. Der W selbst ist nach kurzer Zeit nass geschwitzt, interagiert und ist einfach - Sänger. Ein größerers Kompliment kann man ihm zu diesem Zeitpunkt wohl nicht machen. Oder, Stephan? Da kann es auch mal passieren, dass man beim Abklatschen einen Ring an die erste Reihe verliert oder - noch schöner - das Mikro falschrum besingt. Und es sind auch diese kleinen Unzulänglichkeiten, die dieses Konzert gestern ausmachten. Man ist gemeinsam mit Band, Sänger, Crew und Publikum noch ganz am Anfang einer heute richtig startenden Entdeckungsreise. Ein bisschen Abenteuer ist es immernoch, auch wenn hier natürlich nur Vollprofis am Start sind, die auf der technischen und logistischen Seite für den Wohlfühl- und Sicherheitsfaktor sorgen. Zum Höhepunkt des regulären Sets kristallisiert sich nach gestern “Schatten” heraus, dessen Refrain anständig zu Mitmach-Action stimmlicher und körperlicher Art einlädt. Was ist noch zu erwähnen? Stephan will “Komm schon” ansagen und die Band stimmt “Zwischen Traum & Paralyse” an - wer im Recht war? Wird sich sicher klären lassen.Nach 1:40 Stunden war dann mit “Too drunk too fuck” wieder Schluss und es gab nur wenige unzufriedene Gesichter. Wem es nicht gefallen hat, der soll sich gerne melden. Stephan selbst hat sich durch die Intensität der Show zu 120% Einsatz hinreißen lassen und musste dafür hinterher mit einem dicken Beutel Eis auf dem Knie bezahlen. For those about to rock - we salute you. Wir sitzen jetzt gerade in Leipzig und der Saal ist so groß. Es ist so viel Platz… Ob das voll wird? Ach ja, ist ja ausverkauft. Wenn heutedoppelt so viele Leute wie auf den ersten drei Shows zusammen das “Haus Auensee” bevölkern, wird die Bude brennen. Wetten? Oooooh ja!Eine schöne Nachricht für alle, die nicht genug kriegen können und nach den ersten Eindrücken unbedingt noch eine Show sehen wollen: Ab sofort gibt es an der Abendkasse auf den Konzerten Tickets für die Ballsporthalle in Frankfurt am 27.4. - solange der Vorrat noch reicht.

Pro-Pain auf Tour mit Geschenken

27.03.2009

Wenn Pro-Pain ihre Support-Shows mit dem W-Tross abgerissen haben, kehren die Mannen um Gary im April nochmal für fünf Headliner-Shows nach Deutschland zurück und haben wieder einen Haufen Geschenke im Gepäck. Für jeden, der ein offizielles W-Shirt trägt, gibt es wie gewohnt eine Pro-Pain CD gratis. Einfach auf einer dieser ShowsPRO-PAIN - “No End In Sight” Tour 20.04.2009 BONN (D) Klangstation21.04.2009 ROSTOCK (D) Mau Club22.04.2009 MUENCHEN (D) Backstage Club23.04.2009 MAGDEBURG (D) Sackfabrick24.04.2009 JENA (D) F-Haus25.0 4.2009 BISCHOFSWERDA (D) East Club vorbei schauen und diesen Coupon mitbringen:der-w-coupon.jpg

26.03. - Aschaffenburg, Colos-Saal

27.03.2009

Schnell, schnell - solange es noch Netz gibt. Nummer zwei liegt hinter uns und der “echte” Start der Tour rückt in greifbare Nähe. Die Erkenntnisse des Abends:- Die Show funktioniert auch ohne das große Besteck mit Backdrop, Lichtshow und Aufbauten. - Es gibt noch was zu verbessern, das Programm “atmet” und jeder hat noch ein paar Prozent Luft nach oben. Bis Samstag wird es wie angekündigt im sehr, sehr hohen zweistelligen Prozentbereich angekommen sein.- Je enger, desto besser.Heute war wegen der räumlichen Nähe zur Homebase halb Frankfurt anwesend, ein großer Haufen an Freunden, Mitarbeitern, Kollegen, ewig nicht mehr gesehenen Karteileichen und einer Menge Rock-Enthusiasten. Jeder kannte irgendwie jeden und Stephan meinte, dass er “mindestens 3/4 der Leute im Publikum persönlich” kennen würde.Oh shit, jetzt ist Bus Call, wir müssen raus - also wird es scheinbar doch wieder morgen mit dem Rest. Sorry, die Fahrt nach Hannover ist lang… Auf, auf! Bis morgen! Und weiter gehts… Ich sitze jetzt im Backstagebereich des “Musikzentrums” in Hannover und wundere mich, wie klein das doch hier ist. Wenn man sich irgendwann mal auf die Suche nach den Wurzeln des Rock´n´Roll macht, wird man auf jeden Fall in Aschaffenburg und hier vorbei schauen müssen. Bemalte Tische, zig Bandaufkleber und wenig Platz. Thomas Hess sagte gerade, dass ihn die Verhältnisse an JUZ-Zeiten erinnern würden, als er 19 war. Und das ist ja inzwischen schon 15 Jahre her. Oder mehr? Egal… Aschaffenburg! Das schöne an einer Produktion mit “alten Freunden” ist, dass es jedesmal einen riesigen Fundus an Geschichten auszutauschen gilt, die man auf den diversen Touren erlebt hat. So kann man Glück haben - wenn man nur das richtige Stichwort in die Runde wirft - und einen Anekdotenregen ernten. Ich hatte gestern das außerordentliche Vergnügen, an einem solchen Geschichten-Pingpong zwischen Thomas und Bandbusfahrer Klaus teilhaben zu dürfen. Da ging es um extatische Backstreet Boys-Fans, die einem leeren Bus bis nach Frankreich hinterher fahren, Krickelvandalismus, den die Eltern dann bezahlen durften, weil die pubertären Töchter ihre Telefonnummern auf die sündhaft teuren Tourbusse geschmiert hatten. Und dann war da noch was mit Manowar. Aber das halten wir jetzt mal zurück. Gestern durften wir auch den zweiten Teil des Telekolleg “Hess-isch für JC” erleben. Auf der Tagesordnung: “Geh mir nidd uff´n Sack”, “Fuddkopp” und ein paar andere essentielle Tourphrasen. Zurück zum Abend: Wie oben schon geschrieben, gabs gestern die deutlich bessere Show gegenüber Karlsruhe, obwohl aufgrund der Platzverhältnisse nur ein paar bunte Lampen über der Bühne hingen und sonst nichts. Stephan wäre zwei-, dreimal fast über seine Gitarristen gestolpert, aber sonst? Okay, Ruperts Sender von der Gitarre ist während Geschichtenhasser abgeraucht, was zu einem echt schrägen Beginn geführt hat. Doch wenn es nur das ist? Beeindruckend ist übrigens das permanente Selbsthinterfragen der Bandmitglieder. Obwohl man gestern ein offensichtlich gutgelauntes Publikum erfolgreich in die Nacht entlassen hatte mit einer guten Show, war hinterher der Tenor: “Das geht noch besser, das geht anders, hier war ein kleiner Haken und dies und jenes”. Obwohl das Publikum nicht zu kleinen Teilen aus “Freibiergesichtern” bestand, gab es gestern Abend eine erste Feedback-Orgie. “Ich sing es vor, singt es zurück”… Sich ausbreitende Pogo-Kessel bei “Gewinnen kann jeder” und “Pass gut auf dich auf” und das war noch nicht das Ende der Fahnenstange. Feedback pusht den Künstler ganz offensichtlich. Wäre auch schade, wenn nicht. Was sonst noch zu beobachten war? Nina kam heute zu “Bitte töte mich” auf die Bühne und es sah gut aus. Sehr, sehr gut! Sie war auf jeden Fall zufrieden mit sich und auch die Band mochte ihren Auftritt.Kleine Begebenheit am Rande: Nachdem ein Fan schon während des Konzerts in der ersten Reihe lautstark und gestenreich auf sich aufmerksam gemacht hatte, kam uns eben jener Tropf auch bei der Abreise noch entgegen getorkelt. Lautstark redete er am Telefon auf jemanden ein und erklärte sturzbetrunken seine Lage. Und wen hatte er dran? Die Auskunft… Ohje, ohje… ich hoffe, du bist gut heim gekommen - irgendwie.

Karlsruhe - Crystal Ballroom

26.03.2009

Ha, that´s, what I call “a classic”. Volle Signalstärke aber keine IP? Hä? Nachdem unser Live-Blogging-Versuch schon um 14 Uhr zusammen mit dem lokalen W-Lan zusammen gebrochen ist, kommt also auch der Eintrag zum Tourauftakt verspätet. Wie angekündigt, es kann logistisch bedingt zu Verzögerungen kommen. Aber genug der Entschuldigungen, da war doch noch was anderes. Genau, das Konzert und das hat auch so statt gefunden. Thomas hatte nachmittags noch die Frage aufgeworfen, was man denn früher gemacht hatte, so ganz ohne Netz. Große Ratlosigkeit allenthalben. Aber es hat offensichtlich mal funktioniert - auch wenn es schwer vorzustellen ist. Während ich das hier schreibe, sitzen wir gerade in unserem Nightliner in Richtung Aschaffenburg. Dirk und ich sitzen in der unteren Lounge, die anderen liegen noch oben in ihren Kojen und die erste W-Show ist seit gestern Abend, 23 Uhr, Geschichte. Karlsruhe hat am 25.3. die Premiere gesehen und dürfte - trotz einiger Hänger, kleineren Pannen und einem offenen Hosenlatz - nicht enttäuscht worden sein. Aber der Reihe nach. Kurz nach dem Zusammenbruch der technischen Infrastruktur kamen Skew Siskin an, die nicht nur bei den ersten vier regulären sondern auch den drei Secret Shows den Opener machen. Aufgrund der schlechten Wetterlage und verschobener Flüge hat es nur zu einem Mini-Soundcheck gereicht und entsprechend angespannt war man denn auch im Lager der Vorband. Stephan übrigens gab sich vor dem Gig völlig cool und unbeeindruckt und sagte nur, dass er sich freue, wenn der Auftritt vorbei ist und alles geklappt hat. Na, ob das mal nicht mehr Koketterie als nötig war? Nachdem also Skew Siskin ihr Set runter gezockt und mit ihrem Auftakt recht zufrieden waren (Zitat Sängerin Nina: “Das ist aber ein nettes Publikum!”), kam sie, die Stunde der Wahrheit. Zu einem Soundtrack artigen Intro, an dem bis zum Morgen noch gebastelt wurde, beginnt die Show standesgemäß mit “W zwo drei” und auch wenn Stephan und seine Jungs mit ein paar kleinen Hängern zu kämpfen haben, löst sich die Spannung recht schnell und es wird besser und besser. Die Bühne kommt echt nett, wie angekündigt mit einem 3D-Element vor dem klassischen “Schneller, Höher, Weidner”-Backdrop und ein paar Lichtspielereien. Für Club-Verhältnisse sehr ansprechend. Oder? Irgendwann rollts und Stephan zockt - wie vorgenommen - die Songs ruckzuck hintereinander weg und hält sich mit Ansagen zurück, weil “ich früher immer so ins Labern gekommen bin”. Wobei ein bisschen mehr sicher noch drin ist - das Mittelmaß wird sich noch raus kristallisieren. 16 Songs umfasst das reguläre Set und mit dem Doppelpack “Asche zu Asche” und “Bitte töte mich” ist Schluss - bis es mit “Geschichtenhasser”, “Gewinnen kann jeder” und drei weiteren Songs unaufhaltsam dem Ende zustrebt. Nach gut 90 Minuten ist dann fast endgültig Schluss - bis auf eine Zu-Zugabe. Aber die ist nicht selbstverstänlich und stimmungsabhängig. Nur so viel… Über die Nicht-Album-Songs will ich hier noch nicht zu viel verraten, das soll sich ruhig heute nochmal so rumsprechen. Eine der Nummern war gestern jedenfalls eines der absoluten Highlights.

Nach der Show herrscht große Zufriedenheit und Erleichterung. Es geht noch besser und die Analyse fällt - wie es sich für Profi-Musiker gehört - verhalten kritisch aus, aber die Show steht. Die Sicherheit wird mit jedem Konzert zunehmen und spätestens in Leipzig wird man annähernd 100% erwarten dürfen. Um eins ist dann alles abgebaut, Band und Crew in ihren Bussen verstaut und die ersten und letzten Bierchen machen noch die Runde. Die Tour läuft und keiner kann sie mehr aufhalten. Aschaffenburg und Hannover werden heute und morgen allerdings nicht in den Genuss der großen Bühne kommen - die Clubs sind einfach zu klein. Dafür wirds schön kuschelig.

25.03. - Karlsruhe, Crystal Ballroom - Live Blogging

25.03.2009

14:15: Noch gut vier Stunden bis zum ersten Einlass. Die Band ist da, Stephan noch nicht. Kommt später… Ach ja, die Nightliner fehlen auch noch. Gleich stößt Markus Hollmann von den Gestalten dazu, um ein paar Sachen für die bereits angekündigte Tour-DVD zu besprechen und das Essen war auch mal wieder großartig. Kann es nicht endlich losgehen?12:30: Deutschstunde mit Thomas Hess! Heute auf dem Stundenplan: “barfuß” und “Käsefüße”.12:00: Alles wartet auf die Nightliner, die demnächst eintreffen müssten - gute Plätze sind von elementarer Bedeutung für den Fortgang der Tour. Es sind auf dieser Tour übrigens zwei. Einer für die Crew, einer für die Band + Vorband + Micha Mainx und ich.11:00: Der Tag des Tourstarts, jetzt ist er endlich da und ist auch für mich angebrochen. Thomas Hess und Teile der Crew, die drei Backliner, Produktionsassistenz und Catering, dazu Hausherr und FOH-Mixer Gerd Gruss, sind seit halb neun hier in Produktionsbüro und Halle am werkeln und planen und logistisch schon drei Konzerte weiter. Gitarrist Dirk steht mit Morgenkaffee vor der Tür und das Wetter ist beschissen - wenn man heute ein Open-Air spielen müsste. Müssen wir zum Glück nicht, stattdessen wird im warmen, gemütlichen und familiären Crystal Ballroom gerockt. Alles steht auf Start und da die Hotelzimmer bis 12 geräumt sein müssen, wird es hier in Kürze voll werden. Der erste Running Gag der Tour: Da Drummer JC barfuß zu trommeln pflegt, wurde auf dem Büffet eine Spendenbox installiert, damit man ihm gegen Ende der Tour ein paar anständiger Schuhe kaufen kann. Und was für schöne… 

24.03. - Vorproduktion, Karlsruhe

24.03.2009

Fast Live-Blogging:Gerade ist die letzte Probe hier in Karlsruhe zuende gegangen und das ist doch auch schon einen Tourtagebucheintrag wert, oder? Jetzt geht es also wieder los, fast alle sind wieder da. Thomas Hess, natürlich, als Alpha-Tier des Rudels, Michael Mainx, Gerd Gruss und viele, viele der anderen, die schon seit vielen Jahren für Qualität im Sinne von Musikern und Zuschauern bürgen. Ich will noch nicht zu viel vorweg nehmen, deshalb gibt es heute noch keine Bilder. Nur so viel zum Bühnen-Setup: 3D, Licht und LED. Alles weitere wird man dann ja spätestens übermorgen lesen können. Vorproduktion hat immer etwas Surreales. Das Set wird unter Realbedingungen durchgeprobt, volles Licht und Sound - ohne Pausen und doch fehlt was ganz entscheidendes. Ach ja, richtig - das Publikum. So post man als Musiker ins Leere, es gibt kein Feedback auf Soli und Mitsingparts und Zugaben werden auch nicht eingefordert. Die ersten schnellen Eindrücke aus Karlsruhe:Stephan hat überraschend schnell so was wie eine geradezu erotische Verbindung zu seinem neuen Instrument aufgebaut. Die Posen sitzen schon ziemlich gut und die Hände wissen, wo sie hin müssen. Da müsst ihr euch keinerlei Gedanken mehr machen. Und bis auf ein, zwei Hänger hat heute auch alles geklappt. Die Form stimmt jedenfalls und es besteht kein Zweifel, dass auf der musikalischen Seite das Ding rollen wird.Die Setlist: Alle Songs vom Album + Bonustracks sind im Gepäck - keine Überraschung. Ergänzt wird das Set um eine handvoll extra Nummern. Welche, das wird natürlich eine Überraschung bleiben bis morgen. Ach ja, die Besucher der Show morgen werden das komplette Angebot vor den Latz geknallt bekommen, es wird nichts zurück gehalten werden.Im Moment sitzen die Jungs zusammen mit Markus Hollmann von den Gestalten und den Jungs vom Lichtdesign nochmal am Finetuning des Lichts, damit morgen alles flutscht und nicht auf einmal totale Dunkelheit herrscht. Alles scharrt mit den Hufen und das Zitat des Tages lautet: “Wird Zeit, dass es los geht!”Morgen ist es so weit…

Tickets für Konzert in Frankfurt

18.03.2009

Für das Tour Abschlusskonzert in der Ballsporthalle Frankfurt gibt es kurzfristig nochmal Tickets aus Rückläufern. Wer bis zu zwei Karten ordern möchte, tut dies unter Angabe seines Namens und der gewünschten Ticketanzahl per Mail an info@3r-entertainment.de.Die Tickets werden nicht mehr verschickt, sondern an der Abendkasse bereit liegen. Nach Eingang der Bestellmail erhältst du innerhalb von 24 Stunden eine Bestätigungsmail von uns, in der weitere Informationen stehen, wie du am Konzertabend an dein Ticket kommst.Der Preis bleibt bei 30,00 Euro pro Karte.