Tour 2011

07.12. - 20.12.2011

AUTOURNOMIE!

Ab dem 09.12.2011

Merchandise

DER W@YOUTUBE

 

Der-W(M) Song.

Daniel Wirtz:

Im Sommer 2004 hörte ich, dass einige meiner Musikerkollegen mit dem Gedanken spielten, einen WM-Song zu schreiben. Übelkeit kam in mir hoch, bei dem Gedanken daran, dass diverse zweitklassige Popproduzenten mich und meine WM-Laune in den Keller ziehen könnten, wenn mir dann im Sommer 2006 zwischen jeder Halbzeit die Galle aufstößt, weil ein weiteres Playbackwunder auf dem Heiligen Rasen einen poppigen WM Song performen darf.

Das galt es zu verhindern, denn wenn ich mit etwas gar nicht klar komme, dann sind es Werbeunterbrechungen, Bild- und Tonstörungen, sowie nervige Kommerzhymnen während einer Fußball-LIVE-Übertragung.

Ein Song mußte her! Von einem Fan für seine Mannschaft. Von einem echten, coolen Fan für eine hoffentlich echt geile Mannschaft. Ein Song, der gut ins Ohr geht und den jeder schnell mitgröhlen kann.

Ein Song, der die Jungs anheizt, aufpeitscht, anspornt und daran erinnert, bei jedem Spiel ihr Bestes zu geben um dann am Ende in die Geschichte einzugehen. Und zwar als Weltmeister im eigenen Land.

Die Idee und somit der Grundstein war gelegt. Jetzt musste das Ganze natürlich ernsthaft in die Tat umgesetzt werden. Zu einer WM in Deutschland musste natürlich auch ein deutscher Text her.

Ich könnte jetzt schreiben, dass ich lange darüber nachgedacht habe, wer wohl derjenige sein könnte, welcher auch Fußball fanatisch genug wäre, wer super Texte raus haute, musikalisch in die selbe Richtung dachte usw..., aber um ehrlich zu sein habe ich sofort an Stephan gedacht und gehofft, dass ich ihn mit meiner Idee begeistern könnte.

Gesagt, getan. Ein paar Tage später weihte ich den Herrn Weidner ein und seine Reaktion fiel genauso wie erhofft aus.

"Cool, lass machen, habe zwar gerade noch ´nen Arsch voll Arbeit, aber wenn du willst, dann kannst du dir ja schon mal ein paar Gedanken machen", waren in etwa seine Worte. "Du solltest ´eh mal lernen, auf Deutsch zu texten und das ist doch eine gute Gelegenheit, damit anzufangen "

Oha!!

Es zogen einige Wochen und Monate ins Land und eine kleine Sammlung guter Zeilen stand bereits auf einem gammeligen alten Block, als mich Stephan fragte, wie es denn jetzt mit dem Song stünde. Er hätte auch ein paar Ideen gesammelt und vielleicht würden seine und meine ja zusammen passen.

Siehe da, es waren ein paar wirklich geniale Ansagen zusammengekommen und nun, voll angefixt von der Idee, beschlossen wir, uns in naher Zukunft auf Ibiza ein paar Tage lang einzusperren, um das Ding in Angriff zu nehmen.

Ibiza im Frühjahr (2005) ist schon echt ein extrem inspirativer und fruchtbarer Boden und die Insel bietet eine sehr nette Arbeitsatmosphäre. Angenehme 20 Grad, Sonne, frische Luft und kaltes Bier gaben uns die nötige Muse für das, was Ihr hier heute hören könnt.  

Eine Woche später ging es mit einer schon recht guten Demoversion in der Tasche zurück nach Frankfurt. Es wurde Zeit, mal die engsten Freunde reinhören zu lassen, um ein Feedback zu bekommen, ob das was wir gemacht hatten, nun auch bei einem Fußballinteressierten Anklang fand oder eher nicht.

Und in Verbindung mit hoher Dosierung von Alkohol konnten die Testpersonen doch glatt das Hitpotential heraushören.

Ein gutes dreiviertel Jahr später (Januar 2006) wurde sich erneut im Studio eingefunden. Mittlerweile war die WM schon in extreme Sichtweite gekommen. Eine Menge Arbeit, Ärger, Sorgen und unvorhergesehene Ereignisse hatten die Zeit verstreichen lassen wie im Flug.

Es wurde langsam eng und so wurde kurzerhand die letzte recording Session im studio23 eingeläutet. Jetzt ging es darum, den Song geil einzusingen und die teilweise sehr freestylig eingespielten Drumsamples und Gitarren von guten Musikern einprügeln zu lassen. Stephan tat zwei wirklich gute Kontakte auf. Einen zu einem Drummer und einen zu einem Gitarrero. Die beiden haben uns doch tatsächlich in unglaublich kurzer Zeit genau das aufs Band gezaubert, was wir uns vorgestellt hatten.

Jetzt fehlte eigentlich nur noch das Letzte, was so ein Fußball Song brauchte. Ein Stadion voll Hools, Fans und Gesocks, das mit uns zusammen die Chöre schmetterte. Auch hier griff wieder eine gute Connection des Herrn W. zu Leuten der Frankfurter Ultras und nach ein bis zwei Telefonaten hatten wir ca. 120 lautstarke Jungs in einer Lagerhalle im Taunus zusammen. Mit 2 Europaletten BOB Bier und dem Arsch voll Spaß waren die Chöre schnell im Kasten.

Wenn ich heute daran zurück denke, dann muss ich sagen, dass es eine Menge Spaß gemacht hat, mit Stephan das Ding raus zu hauen. Und was kann schöner sein, als dass Dir dann am Ende der fertige Song ein Lächeln auf die Lippen zaubert und man beim Gedanken daran, es im Stadion zu singen, eine Gänsehaut bekommt.

 

Kommentar Stephan

 

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